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ANANAS


ananas

Raue Schale, süßer Kern

Die von Christopher Columbus entdeckte Ananas erhielt ihren Namen von der indianischen Bezeichnung „nana meant“ (köstliche Frucht). Die Spanier nannten sie wegen der Ähnlichkeit mit einem Pinienzapfen „pina“. Daraus entstand das englische „pineapple“.

Die Ananaspflanze besteht im Wesentlichen aus einer großen Blattrosette mit bis zu 90cm langen, spitzen Blättern. Nach etwa einem Jahr Wachstum treibt aus der Mitte der Rosette eine verdickte Blütenachse, die in einer etwa 30cm langen Ähre endet. Aus den eng beieinander sitzenden Blüten entwickeln sich samen-lose Beeren, die zusammen mit der Blütenachse und den Blättern zur Ananasfrucht verwachsen. Die raue, nicht essbare Schale mit den charakteristischen 5- bis 6-eckigen „Augen“ verbirgt bei der Ernte saftiges, hell- bis goldgelbes Fleisch sowie einen köstlichen Duft und Geschmack. Die holzige Mitte, die aus der Blütenachse und den vertrockneten Blättern entstanden ist, ist nicht essbar.

Die Ananas wird so reif wie möglich geerntet, da sie anschließend nicht mehr nachreift. Die Schale einer reifen Ananas kann je nach Sorte grün, gelb oder rötlich sein. Die Ernte der Ananasfrüchte erfolgt von Hand. Obwohl sie robust aussehen, sind die Früchte sehr druckempfindlich, daher werden sie in gepolsterten Behältern in die Packhäuser transportiert und dort schonend verpackt.

Neben den Aromastoffen enthält die Ananas wertvolle Mineralstoffe (wie Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen), Zucker, Fruchtsäuren (vor allem Zitronensäure), Provitamin A, Vitamine der Gruppe B, Vitamin C sowie das Eiweiß spaltende Ferment Bromelin. Es soll den Stoffwechsel anregen, den Blutdruck senken und das Blut reinigen.

In erster Linie wird die Ananas zum Frischverzehr genutzt. Davon abgesehen bietet sie jedoch vielseitige Verwendungsmöglichkeiten, etwa zur Herstellung von Kompott, Konfitüre, Salaten, Kuchen, Süßspeisen, in alkoholischen Getränken oder als Trockenfrucht. Eine große Rolle spielen auch Ananaskonserven, Fruchtsaft- und Konzentrat.

Tipp: Nicht im Kühlschrank aufbewahren, sondern möglichst kellerkühl oder in der Obstschale. So bleibt sie ca. 1-2 Wochen lang frisch.