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AMARANTH


amaranth

Gold der Inkas, Azteken und Mayas

Amaranth gehört zu den ältesten Nutzpflanzen in Mittel- und Südamerika. Er ist widerstandsfähig gegen Trockenheit, Hitze und rauhes Gebirgsklima und ist somit optimal geeignet für den Anbau in höheren Lagen, z. B. in den Anden. Aber auch in Bergstämmen bei Indien, Pakistan und Nepal sowie Westafrika haben die Pflanzen optimale Bedingungen. Es gibt über 60 verschiedene Arten und sie gehören wie Quinoa und Buchweizen zu den getreideähnlichen Pflanzen, sogenannte Pseudocerealien.

Die Amaranthpflanze erreicht eine Höhe von bis zu 3 Metern und hat große, elliptisch-ovale Blätter. Diese können gegessen werden und lassen sich wie Spinat zubereiten. Die bis zu 90 cm langen, farbenfrohen Blütenstände leuchten von grün über gelb bis hin zu gelb und tiefrot. Bis 1982 war Amaranth in Deutschland besonders als Zierpflanze bekannt. An der Amaranthpflanze wachsen unzählige winzige Körner, die zu unterschiedlichen Zeiten reifen. Daher ist die Ernte sehr aufwendig, denn meist werden sie nach einer Reifezeit von 4–5 Monaten von Hand geerntet und an der Sonne getrocknet.

Die kleinen, runden, hellgelben Körner schmecken nicht nur angenehm nussig, sie sind auch sehr gesund. Die Anteile an Calcium, Magnesium und Eisen machen den Amaranth zum Spitzenreiter unter den Getreiden. Er ist glutenfrei und enthält u.a. die essentielle Aminosäure Lysin. Der hohe Lysingehalt fördert die Entwicklung des Gehirns, hält den Stoffwechsel auf Trab und soll sogar das Altern verzögern. Die Indianer Perus und Mexikos schrieben der heiligen Pflanze eine lebensverlängernde Wirkung zu.Vor allem bei Sportlern ist Amaranth unentbehrlich. Durch enthaltene Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente verbessert er den Energiehaushalt und steigert die Leistungsfähigkeit. Sogar Astronauten nehmen ihn als „Power-Paket“ mit ins All.

„Inka-Weizen“ wird hierzulande hauptsächlich als Zutat in Müslis, Brot, Keksen und Riegeln verwendet. Die Einsatzmöglichkeiten in der modernen Küche sind aber außerordentlich vielfältig. So eignet sich Amaranth zum Backen von Brot sowie Herzhaftem oder Süßem, im Ganzen als Suppenbeilage oder im Gemüseauflauf. Beim Kochen benötigt man die dreifache Menge Wasser und ca. 30 Minuten Garzeit.