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EINTOPF


eintopf

Ein Topf voller Wärme!

Der Begriff „Eintopf“ steht für sehr unterschiedliche Gerichte, die vor allem eine Gemeinsamkeit haben: die Zubereitung in nur einem Topf. Obwohl der Begriff selbst erst seit dem frühen 20. Jahrhundert geläufig ist, gehört die Kochtechnik aufgrund ihrer Einfachheit zu den ältesten der Welt. Noch bevor es die ersten Töpfe gab, wurden flüssige Mahlzeiten zubereitet. Mithilfe von glühenden Steinen garten die Steinzeitmenschen ihre Beute zusammen mit Wasser und Kräutern in ledernen Beuteln zu nahrhaften „Eintöpfen“.

Im Mittelalter war der Eintopf vor allem auf dem Land beliebt. In der bäuer­lichen Hütte gab es meist nur einen Kochkessel, der – gefüllt mit allem, was Jahreszeit und Hof hergaben – über der offenen Feuerstelle hing. Im 16. Jahrhundert gewann schließlich auch der Adel Gefallen am so genannten „Seelenwärmer“ und machte ihn durch ausgewählte Zutaten feiner und erlesener als zuvor. In den folgenden Jahrhunderten wurde der Eintopf jedoch wieder vermehrt zur Massenspeisung in Zeiten des Hungers eingesetzt. Spätestens in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts erhielt er den Stempel des „Arme-Leute-Essens“, da für die Zubereitung meist die Speisereste der ver­gangenen Tage verwendet wurden.

Innerhalb der letzten Jahrzehnte hat sich das Image des Eintopfes deutlich verbessert. Nicht umsonst sind Eintopf-Gerichte interna­tio­nal beliebt, jedes Land besitzt seine eigenen Spezialitäten. Im Gegensatz zur Suppe gilt der Eintopf (nach deutscher Definition) als flüssige, sättigende Hauptmahlzeit, die je nach Kultur­kreis die unterschiedlichsten Zutatenkombinationen enthalten kann. Ob Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte, Kräuter oder andere Zutaten – hinein kommt, was beliebt. In Deutschland haben vor allem Linsen- und Erbsensuppen Tradition, doch auch Borschtsch, Irish Stew, Gulaschsuppe, Chili con Carne und Co. haben den Weg in unsere Töpfe längst gefunden. In der kalten Jahreszeit wecken sie die Lebensgeister und sind als zünftige Partygerichte sehr beliebt.

Rezept:

Kartoffel-Möhren-Eintopf mit Mettenden

Zutaten:
500g Möhren • 500g Kartoffeln • 1 bis 2 Zwiebeln • Olivenöl • 100g Schinkenwürfel • 1 Lorbeerblatt • 2 bis 3 Pfeffer­körner • 3 Mettenden • 1l GemüsebrüheSalz • Pfeffer • Essig • Zucker • Schmand • Petersilie

Zubereitung:
Die Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln schälen und klein schneiden. Ein wenig Öl im Topf erhitzen und die Schinken­würfel kurz darin rösten. Anschließend das Gemüse dazugeben und kurz mitdünsten. Dann mit Brühe aufgießen, so dass das Gemüse ausreichend bedeckt ist. Das Lorbeerblatt und die zer­stoßenen Pfefferkörner hinzugeben, und alles köcheln lassen, bis das Gemüse gar und die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Danach den Eintopf mit Salz, Pfeffer, Brühe, Essig und etwas Zucker abschmecken und – je nach Geschmack – das Gemüse leicht pürieren. Schließlich die Mettenden – geschnitten oder am Stück – hineingeben und kurz mitziehen lassen. Den Eintopf in der Suppenterrine mit einem Klecks Schmand und etwas Peter­silie garnieren und heiß servieren. Guten Appetit!